
"Es wird so sein, als hätte es mich nie gegeben"
[Bis(s) zur Mittagsstunde]
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Verfasst: 13 Juni 2010
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Davon abgesehen, dass ich dieses Buch nicht wirklich mag,
steckt hinter diesem Zitat sehr viel für mich.
Zwar habe ich es schon einmal im Zusammenhang mit Dan's Verschwinden verwendet,
aber dieses Mal passt es noch besser.
Es passt zu IHM.
Wie schon so oft gesagt,
werden wir wohl auseinander gehen so wie es jetzt ist.
Wie Gustav schon sagte "dann siehst du ihn nie wieder".
Mit IHM ist es, als wenn man in Berlin in eine U-Bahn steigt.
Dort sucht man dann nach einem Platz, der noch frei ist.
Man setzt sich.
Und das, neben einen völlig fremden Menschen.
Einen Menschen, den man nie zuvor gesehen hat.
Einen Menschen, den man nie wieder sehen wird.
Und andere Menschen werden eben genau das denken.
Sie werden nicht wissen, dass zwischen diesen beiden Fremden einmal soetwas wie Lebe gewesen ist.
Woher sollen sie das auch wissen?
Alles sieht so aus als würden sich die beiden Fremden nicht kennen.
So ist das mit ihm.
Manchmal steht er eine halbe Stunde neben mir.
Bei mir, vor mir.
Und wir ignorieren uns.
Letzte nacht habe ich noch bis um 02:20 mit dem Netbook im Bett gelegen und auf den Messenger gestarrt und das nur, weil ER noch online war.
Und jedes mal wenn er dann offline geht, tut es weh.
Die Zeit läuft und läuft.
Der Sand rinnt durch die Uhr.
Er ist nicht aufzuhalten.
Bald wird alles vorbei sein.
Manchmal frage ich mich ob ihn das alles nicht interessiert.
Das ist ein meiner größten Probleme, dass ich nicht daran denke,
dass andere Menschen eben nicht so denken wie ich.
Ich werde bald gehen, darunter leide ich sehr.
Wegen IHM.
Stört ihn das nicht?
Das wir nicht mehr miteinander reden.
ER weiß doch auch, dass ich bald gehen werde.
Wie kann er mich nur so verliebt gemacht haben und jetzt so sein?
Juliette meinte, sie würde niemals bezweifel, dass er mich mal wirklich geliebt hat.
Aber woher will sie diese Gewissheit nehmen?
Ich denke nicht, dass er so sehr leidet wie ich.
Das alles so ist, als wäre nie etwas gewesen, scheint ihm egal zu sein.
Man kann in einen Menschen nicht hineinsehen, das ist klar.
Aber trotzdem.
Wir werden die letzten Tage noch aneinander vorbei gehen,
wie Fremde.
Nebeneinander stehen, wie zwei fremde Menschen in der Berliner U-Bahn.
Und es wird so sein, als hätte es uns nie gegeben
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