Willkommen in meinem Leben




man schreibt sich.

Verfasst: 24 Juni 2010.


"Eigentlich hatte ich gehofft, er würde sich noch melden. Gerade weil ich IHN angemalt habe an unserem Chaostag. Das war letzte Woche Donnerstag, heute ist schon wieder Mittwoch und er meldet sich nicht. Ich mag aber auch nicht schreiben. Vielleicht nerve ich ihn".

Das hatte ich zu einer Freundin aus dem Internet geschrieben.

"Vielleicht denkt er das selbe?".

Hatte sie gemeint.
Könnte das sein?
Ich gebe zu, diesen Gedanken hatte ich selbst schon einmal gehabt.
Er erschien mir aber eher unrealistisch.
& Vanessa teilte meine Meinung.

Es war ziemlich spät gewesen gestern Abend.
Und plötzlich konnte ich mich doch dazu durchringen, IHM zu schreiben.

Erst einmal ganz plump.
Ich hatte gefragt, ob mein Lippenstift denn wieder abgegangen wäre, mit dem ich ihn vergangene Woche angemalt hatte.

Die andere Möglichkeit meinen Lippenstift in sein Gesicht zu schmieren, wäre mir irgendwie lieber gewesen.

"Nach vielem Schrubben und vielen Schmerzen, ja".
Hatte er zurück gemailt.

Schmerzen also?
Sie können nichts im Vergleich zu den Schmerzen sein, die ich wegen ihm hatte.
& habe.

"Wasserfest lohnt sich eben", hatte ich frech zurück geschrieben.

Und so waren wir irgendwie ins Gespräch gekommen.
Wir hatten eine ganze Zeit lang geschrieben, über alles mögliche.
Und ich hatte bei manchen Dingen sehr lachen müssen.
Wenigstens mit ihm zu schreiben, tat mir gut.
Auch, wenn es mir nicht gut tun sollte.
Denn eigentlich, war Kontakthalten eine ziemlich schwere Angelegenheit.

Gefühle für ihn, hatte ich immer noch ...
Es würde mir das Herz brechen, wenn plötzlich ein anderes Mädchen an seiner Seite wäre.
Aber dagegen würde ich nichts tun können.
Auch wenn ich manchmal hoffte und mir wünschte, er würde sagen, dass er mich noch lieben würde.
Wenn er das je getan hat ...

Wenigstens schrieben wir uns.
Das war jetzt das zweite Mal.
Das zweite Mal nach quälenden fünf Monaten in denen wir uns komplett ignoriert hatten.
Den ersten Schritt, hatte eigentlich er gemacht.
Als er mich verteidigte, wegen der Sache mit der Schildkröte.
Aber ich denke nicht, dass ihm bewusst ist, wie viel das für mich bedeutet.
Es könnte nur so dahin gesagt gewesen sein, aber er selbst hatte doch gesagt,
dass es zu meiner Verteidigung gewesen wäre.

Die ganze Sache ist einfach schrecklich kompliziert.
Und ich werde warten müssen ob und was noch passiert ...
So furchtbar das auch ist.
Und so sehr es auch manchmal weh tut.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen